Laserbehandlung von Akne
Die Energie des Nd:YAG-Lasers dringt, ohne die Hautoberfläche zu verletzen, in die Tiefe und wird gezielt von den vergrößerten, entzündeten Talgdrüsen absorbiert. Dadurch bildet sich die betroffene Drüse innerhalb von 1–2 Tagen zurück und die Entzündung klingt ab.
Mit fraktionierten und kombinierten Laserbehandlungen lässt sich eine vernarbte, unebene Hautoberfläche glätten.
In manchen Fällen – etwa wenn eine belastende innerliche medikamentöse Therapie nicht gewünscht ist oder z. B. wegen Schwangerschaft oder Kinderwunsch nicht infrage kommt – kann leichte bis mittelschwere Akne auch mit dieser speziellen Lichttherapie behandelt werden.
Akne
Akne ist eine häufige Hauterkrankung, bei der Pickel im Gesicht und am Oberkörper entstehen. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Hormonen, Talg und Bakterien, das zu einer Entzündung der Haarfollikel führt. Akne tritt meist im Gesicht, im oberen Brustbereich, an den Schultern und am Rücken auf und ist durch Pickel, Zysten und manchmal Abszesse gekennzeichnet. Sowohl Zysten als auch Abszesse sind mit Eiter gefüllte Taschen, wobei Abszesse etwas größer und tiefer sind. Die Talgdrüsen, die eine ölige Substanz (Talg) produzieren, liegen in der mittleren Hautschicht, der Dermis, und sind mit den Haarfollikeln verbunden. Der Talg gelangt zusammen mit abgestorbenen Hautzellen aus der Talgdrüse und dem Haarfollikel durch die Poren an die Hautoberfläche.
Akne entsteht, wenn eingetrockneter Talg, abgeschilferte Hautzellen und Bakterien den Haarfollikel ausfüllen und den Abfluss des Talgs durch die Poren blockieren. Es gibt zwei Formen:
Schwarze Komedonen (Mitesser): Der Ausführungsgang ist verstopft und mit einer dunklen Masse gefüllt.
Weiße Komedonen: Über dem Ausführungsgang der Talgdrüse bildet sich ein Häutchen, das ihn vollständig bedeckt und verschließt.
Ist die Verstopfung unvollständig, ist ein schwarzer Mitesser (offener Komedo) sichtbar, bei vollständiger Verstopfung ein weißer (geschlossener Komedo). Der verstopfte, mit Talg gefüllte Follikel begünstigt die übermäßige Vermehrung von Propionibacterium acnes, was zu sichtbaren Entzündungen führt. (Dieses Bakterium kommt auch normalerweise in geringer Zahl im Haarfollikel vor.)
Diese Bakterien bauen die Fette im Talg ab und reizen dadurch die Haut. Die so entstehende Entzündung und Infektion verursacht die Hautveränderungen, die wir als Pickel kennen. Verschlimmert sich die Infektion, kann sich ein Abszess bilden, der in die Haut einbricht und weitere Entzündungen verursacht. Akne tritt vor allem in der Pubertät auf, wenn steigende Hormonspiegel – vor allem Androgene wie Testosteron – die Talgdrüsen stärker arbeiten lassen.
Bis Anfang zwanzig stabilisiert sich die Hormonproduktion meist, und die Pickel verschwinden in der Regel. Auch andere mit hormonellen Veränderungen verbundene Zustände können zu Akne führen. Bei jungen Frauen kann sie zum Beispiel in jedem Menstruationszyklus auftreten und sich in der Schwangerschaft bessern oder deutlich verschlechtern. Bestimmte Medikamente – vor allem Kortikosteroide und anabole Steroide – können durch Anregung der Talgdrüsen Akne verursachen, und manche Kosmetika können Akne durch Verstopfen der Poren verschlimmern.
Die sichtbaren Symptome sind ästhetisch sehr belastend und können das soziale Leben und sogar das Berufsleben beeinträchtigen. Die größte Gefahr bei Akne ist jedoch die Narbenbildung – deshalb ist es wichtig, möglichst früh einen Facharzt aufzusuchen. Neben einer gründlichen Laboruntersuchung empfehlen Fachärzte verschiedene Schälcremes, eine kurzzeitige Antibiotikatherapie, hormonelle Verhütungsmittel oder eine Kapselkur mit einem Vitamin-A-Derivat. In letzter Zeit gewinnen auch Lichttherapie- und Laserverfahren zunehmend an Bedeutung.
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